Toll Collect auf der IAA Nutzfahrzeuge 2016
05.09.2017 Stephanie Kunert Keine Kommentare ↓

„MaB – Das Magazin“ – Kontrollsäulen und Manuelles Verfahren

Mit der dritten Folge von „MaB – Das Magazin“ zur Lkw-Maut auf allen Bundesstraßen, meldeten sich Toll Collect-Pressesprecherin Claudia Steen und Intelligente-Welt-Chefredakteur Christian Spanik diesmal live aus dem Studio.

Außerdem waren die beiden im Vorfeld auf Bundesstraßen unterwegs, vor allem um mit ein paar Missverständnissen beim Thema Kontrollsäulen aufzuräumen. Zum Beispiel haben die Säulen nichts mit der Pkw-Maut zu tun, sondern kontrollieren, ob für Lkw ab 7,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht die Maut korrekt entrichtet wurde.

Das neue manuelle Verfahren bildete das Schwerpunktthema dieser Sendung. Im Zuge der Erweiterung der Lkw-Maut auf alle Bundesstraßen wird auch das manuelle Einbuchungsverfahren weiterentwickelt, vom Mautstellen-Terminal bis zur Online-Einbuchung. Beide Buchungswege sind ab Dezember 2017 verfügbar und ab Frühjahr 2018 ist die Einbuchung über eine App möglich.

Ein neues Indoor-Terminal

Die neuen Mautstellen-Terminals stehen zukünftig an Grenzen und Autohöfen. Insgesamt 1.100 neue Terminals an 675 Standorten im In- und Ausland. Die Pilotphase ist gestartet und es werden die ersten 40 Mautstellen-Terminals errichtet. Der große Rollout beginnt im Dezember 2017. Im Mai 2018 werden die alten Terminals abgeschaltet.

Rege Diskussion

Erfreulicherweise beteiligten sich viele Zuschauer aktiv an der Sendung und meldeten sich mit Fragen und Kommentaren, auf die die Moderatoren live eingingen. Dabei ging es u.a. um den Mangel an Parkplätzen für Lkw. Christian Spanik machte auf eine App aufmerksam, mit der man in Zukunft freie Parkplätze finden können soll. Auch die Instandsetzung von Infrastruktur war ein Thema. Dazu verwies Claudia Steen in der Sendung auf die Verkehrsinfrastrukturfinanzierungsgesellschaft. Diese sorgt für die Verteilung der Mauteinnahmen in die verschiedenen Bauvorhaben und auf deren Website kann man nachvollziehen, wofür die Gelder verwendet werden. Dritter Schwerpunkt der Diskussion war der Mangel an Lkw-Fahrern und wie dem ggf. zu begegnen sei. Mehrere Kommentare machten klar: Das Gehalt ist für Lkw-Fahrer von großem Interesse.

Video zum neuen manuellen Verfahren

In einem Videobeitrag wurde das neue manuelle Einbuchungsverfahren zur Bezahlung der Maut im Detail erklärt.

Das Toll-Collect-Webspecial

Zur Erweiterung der Lkw-Maut auf alle Bundesstraßen wurde von Toll Collect ein Webspecial eingerichtet, in dem man sich über die Neuerungen informieren kann. Zahlen, Fakten, Grafiken, Fotos und Videos rund um die Mautausweitung sind auf dem aktuellen Stand. Das Webspecial kann über folgenden Link jederzeit online eingesehen werden:

http://zukunft-toll-collect.de/zukunft/

 Einbuchen über Smartphone und Tablet ab Dezember 2017

Anhand einiger kurzer Videosequenzen erläuterten Claudia Steen und Christian Spanik, wie die Einbuchung im manuellen Verfahren funktioniert.

Die neue Toll Collect-App gibt es ab Frühjahr 2018. Wie sie funktioniert, verrät die Sendung.

Ein großer Vorteil des neuen manuellen Verfahrens sind die einheitlichen Bedieneroberflächen. Ob Terminal, stationärer PC, Tablet oder Smartphone, die Darstellung passt sich den Geräten automatisch an. Die Bedienung gestaltet sich jedoch überall gleich. Der Fahrer gibt so wie bisher die Angaben zum Fahrzeug, wie die Länderkennung, das Kennzeichen, die Schadstoffklasse und die Achszahl ein. Neu ist das Punkt-zu-Punkt-Routing per Adresseingabe und optionalen Via-Punkten. Zukünftig wird auch über das nicht-mautpflichtige Straßennetz geroutet. Das System fragt ab, welche Abmessungen der Lkw hat und ob er beispielsweise Gefahrgut transportiert. Dann optimiert es die Routen. Auf dem Einbuchungsbeleg befindet sich in Zukunft ein QR-Code. Dieser kann bei Routenänderungen oder Stornierungen verwendet werden. Den Einbuchungsbeleg kann man sich zukünftig per E-Mail oder SMS auf seine Accounts schicken. Wichtig ist: Die Vorausbuchungszeit reduziert sich im neuen manuellen Einbuchungsverfahren auf 24 Stunden.

Lokaltermin Bundesstraße

Noch einmal meldeten sich Claudia Steen und Christian Spanik von ihrem Lokaltermin am Parkplatz neben einer Bundesstraße. Die genaue Funktion der Kontrollsäulen war hier ihr Thema. Kontrollsäulen überprüfen, ob die Mautpflicht eingehalten wurde, der Fahrer seiner Mitwirkungspflicht nachgekommen ist, die Achszahl sowie die Gewichtsangabe stimmen und die On-Board Unit, die für die Mauterhebung zuständig ist, richtig funktioniert. Denn die Maut wird über das Fahrzeuggerät im Lkw oder über das manuelle Verfahren erhoben. Ganz klar ist: Die Kontrollsäule ist kein Geschwindigkeitsblitzer.

Claudia Steen erklärte weiter, wie die Streckenabschnitte hinsichtlich verschiedener Kriterien von Toll Collect geprüft werden: ist beispielsweise ein unkomplizierter Stromanschluss möglich, ist es öffentliches Bauland, besteht ausreichende Sicht oder ist ein Bahnübergang in der Nähe. Diese und weitere Kriterien sind Basis für die Festlegung der Standorte. Der Auftraggeber hat die Streckenabschnitte definiert, auf denen Kontrollsäulen stehen sollen.

Ausweichverkehr

Die Sorge, dass durch die Kontrollsäulen Ausweichverkehr entstehen könnte, ist weitgehend unbegründet. Dazu gibt es Untersuchungen, die nach den Mautausweitungen 2012 und 2015 durchgeführt wurden und die belegen, dass es auf das nachgelagerte Streckennetz keinen signifikanten Ausweichverkehr gibt. Die Logistikverbände bestätigen immer wieder, dass Zeit- und Kostendruck für die Transportunternehmen viel zu groß sind, als dass die Lkw über das nachgelagerte Straßennetz fahren, um die Maut zu sparen.

Video zu Kontrollsäulen

Zur Kontrolle auf Bundesstraßen durch den Einsatz von Kontrollsäulen wurde im Rahmen der Sendung ein kurzes Video eingespielt.

Hinweis auf Toll-Collect-Youtube-Kanal

Mit dem Hinweis auf den Toll-Collect-Youtube-Kanal, auf dem es viele weitere Informationen und Videos zum Thema Lkw-Maut auf allen Bundesstraßen gibt, verabschiedeten sich Claudia Steen und Christian Spanik für dieses Mal. Bis bald bei „MaB – das Magazin“.

 

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