19.12.2017 Stephanie Kunert 4 Kommentare ↓

Die neue manuelle Einbuchung – Welche Vorteile bringt die neue Online-Einbuchung?

19.12.2017 – Ab sofort kann die Lkw-Maut über die neue manuelle Einbuchung bezahlt werden. Die Einbuchung funktioniert online an jedem internetfähigen Endgerät wie PC, Smartphone oder Tablet – also stationär und mobil. Darüber hinaus wird es rund 1.100 neue Mautstellen-Terminals geben.

Mit der geplanten Ausweitung der Lkw-Maut zum 1. Juli 2018 werden knapp 40.000 Kilometer Bundesstraßen gebührenpflichtig. Der Bund hat Toll Collect beauftragt, die Ausweitung der Lkw-Maut auf alle Bundesstraßen technisch vorzubereiten. Die manuelle Einbuchung wird flexibler und kundenfreundlicher. Das liegt nicht zuletzt an der neuen Online-Einbuchung. Mautstellen-Terminals gibt es weiterhin an ausgewählten Standorten. Der Blog beantwortet die wichtigsten Fragen zum neuen manuellen Verfahren.

Ich habe keine OBU. Wie kann ich künftig die Maut manuell einbuchen?

Das geht sowohl online am stationären PC oder Laptop. Aber auch an mobilen Geräten, also Smartphone oder Tablet. Im Frühjahr 2018 kommt darüber hinaus eine Toll Collect-App in die App-Stores, die die mobile manuelle Einbuchung noch einfacher macht. Bereits begonnen hat der Aufbau der 1.100 neuen Mautstellen-Terminals, die zukünftig die Online-Einbuchung ergänzen. Grundsätzlich kann im weiterentwickelten manuellen Verfahren über alle Einbuchungswege hinweg gebucht und storniert werden.

Die neue manuelle Einbuchung erleichtert die tägliche Arbeit

Welche Vorteile bringt mir die neue manuelle Einbuchung für meine tägliche Arbeit?

Die Online-Einbuchung ist bequem im Büro als auch  unterwegs möglich. Eine leicht verständliche Menüführung, die intuitiv erfassbar ist, hilft dem Kunden, schnell und sicher die Maut zu bezahlen. Mit Auswahl von Start-, Ziel- und Via-Punkten kann der Fahrer die angebotene Route optimieren. Das Routing berücksichtigt zukünftig auch nicht mautpflichtige Strecken, die selbstverständlich nicht gebührenpflichtig sind. Die Online-Einbuchung bezieht bei der Streckenberechnung automatisch die spezifischen Angaben zum Fahrzeug ein. So ermittelt sie Routen, die der Lkw ohne Einschränkungen (wie z.B. Sperrungen oder Gewichtsbeschränkungen) nutzen kann. Der Kunde erhält am Ende des Einbuchungsvorgangs eine Wegbeschreibung und kann sich diese Navigationsanweisungen ausdrucken, per E-Mail zuschicken, downloaden oder er schickt sich die Einbuchungsnummer per SMS auf sein Handy.

Wie funktioniert die neue manuelle Einbuchung?

Beim Parken kann der Fahrer auch direkt im Lkw die mautpflichtige Strecke buchen.

Unabhängig davon, ob der Kunde Smartphone, Tablet, einen stationären PC oder das Mautstellen-Terminal für die Einbuchung verwendet, findet er stets die gleiche Benutzeroberfläche. Sie passt sich dem jeweiligen Gerät an und ermöglicht dem Kunden eine einfache Handhabung. Die Einbuchung ist in den Sprachen Deutsch, Englisch, Französisch und Polnisch möglich.

Ich buche bereits jetzt über das Internet meine Maut ein. Gibt es da einen Unterschied?

Ja. Die Online-Einbuchung löst die bekannte Internet-Einbuchung (IEBS) ab. Die bisherigen Zugangsdaten sind damit nicht mehr gültig. Bereits bei Toll Collect registrierte Kunden können für die neue Online-Einbuchung ihre Zugangsdaten zum Kunden-Portal nutzen.

Neu: Kunden müssen sich nicht registrieren

Ich will mich nicht registrieren. Was kann ich tun?

Jeder Kunde kann jeden zur Verfügung stehenden manuellen Einbuchungsweg nutzen, ohne sich vorab bei Toll Collect registrieren zu müssen. Darüber hinaus bietet die neue manuelle Einbuchung nicht registrierten Kunden einen zusätzlichen Service: Mit dem Anlegen eines Einbuchungskontos können sie Fahrzeuge, mit denen sie sich häufig manuell einbuchen, oft befahrene Strecken sowie bis zu drei Zahlungsmittel hinterlegen. Der Kunde kann jederzeit seine hinterlegten Daten in der App oder in der Online-Einbuchung verwalten und löschen.

Wo finde ich die neuen Mautstellen-Terminals?

Die neue Online-Einbuchung geht auch über das Mautstellen-Terminal.

Rund 1.100 neue Mautstellen-Terminals stehen zukünftig an wichtigen Punkten.

Sie stehen in Deutschland und im grenznahen Ausland und sind in der Nähe von Anschlussstellen, auf Autohöfen, an Rastplätzen und Tankstellen zu finden. Über unsere Homepage www.toll-collect.de können die Standorte weiterhin über die Mautstellen-Suche ermittelt werden.

Kann ich die neuen Mautstellen-Terminals auch schon nutzen?

Ja. An den neuen Mautstellen-Terminals kann bereits die Maut bezahlt werden. Bis zum Mai 2018 können Kunden die Lkw-Maut aber auch weiterhin an den alten Mautstellen-Terminals entrichten.

Achtung: Neues und altes Sytem nicht kombinieren

Kann ich die neuen und die alten Einbuchungswege kombinieren?

Nein. Grundsätzlich ist zu beachten, dass im alten manuellen Verfahren eingebuchte Strecken nur über die alten Mautstellen-Terminals storniert werden können. Das Gleiche gilt für Strecken, die im neuen manuellen Verfahren eingebucht wurden. Hier ist eine eventuell notwendige Stornierung nur an den neuen Terminals oder über die neue Online-Einbuchung möglich. Im 2. Quartal 2018 gehen die verbliebenen alten Mautstellen-Terminals außer Betrieb, dann ist eine Einbuchung an diesen Geräten nicht mehr möglich.

Und wie erfolgt schließlich die Bezahlung?

Kunden können auch bargeldlos ihre Maut bezahlen: mit der paysafe-Karte. Fotos: Norbert Michalke

Damit über Tablet und Smartphone einfach und unkompliziert bezahlt werden kann, führt Toll Collect zusätzlich zu den bekannten Zahlwegen als Bargeldersatz die paysafecard ein. Die paysafecard ist an vielen Kiosken, Postämtern und online erhältlich.

Weitere Informationen unter: https://www.toll-collect.de/Maut2018

 

 
4 Kommentare – “Die neue manuelle Einbuchung – Welche Vorteile bringt die neue Online-Einbuchung?”
  1. Hubert Behrendt sagt:

    Das gerät zeigt keinen € Betrag mehr an .Wir aber rechnen pro Tour ab.
    Ich habe kein PC immer zur Hand und kann und will auch nicht erst eine Stunde
    suchen und aus Rechnen das Ich die Richtige Maut in Rechnung stellen kann.
    Andere Kollegen sehen das Genau so darum bitter wir sie das wieder um zu stellrn
    Denn das ist Kunden freundlicher. Und das ist doch was die toll collect doch für den
    Kunden machen sollte

    • Stephanie Kunert sagt:

      Hallo Herr Behrendt,
      das mautpflichtige Streckennetz vergrößert sich ab dem 1. Juli 2018 von heute 15.000 auf 52.000 Kilometer. Auf diesem viel größeren Netz ändert sich vieles schneller und öfter als bisher z.B. aufgrund von Baustellen, Umleitungen oder Durchfahrverboten. Die permanent notwendige Aktualisierung der Kartenbasis verlangt ein Höchstmaß an Qualitätssicherung, Flexibilität und Anpassungsgeschwindigkeit Dies ist mit dem bisherigen Verfahren und seinen Vorlaufzeiten beim Rollout neuer Streckendaten auf über 1 Million OBUs nicht zu bewerkstelligen. Um schnell auf die Veränderungen auf den Bundesstraßen reagieren zu können, wird die Mauterhebung daher umgestellt. Die Maut wird zukünftig zentral im Rechenzentrum erhoben, nicht mehr auf der OBU selbst. Daher wird der Betrag nicht mehr angezeigt.
      Viele Grüße
      Stephanie Kunert

      • Robert Renk sagt:

        Sehr geehrte Frau Kunert,
        auch unsere Kunden wollen die Mautkosten nach Einsatz abgerechnet haben. Die Mitarbeiter haben keinen PC zur Hand, wie sollen die Fahrer die Mautkosten beim Kunden ermitteln und abrechnen? Die Kosten müssen an der OBU ablesbar sein! Bitte dies doch zu berücksichtigen, wie es viele Kollegen auch fordern.

        • Stephanie Kunert sagt:

          Sehr geehrter Herr Renk,
          die Erweiterung der Lkw-Maut auf alle Bundesstraßen ab dem 1. Juli 2018 bringt ein stark vergrößertes mautpflichtiges Streckennetz mit sich. Insgesamt werden 52.000 Kilometer Straßen in Deutschland mautpflichtig. Die Abschnitte, die für die Mautberechnung notwendig sind, erhöhen sich von 9.000 auf 140.000. Es muss also eine erheblich größere Menge an Daten verarbeitet werden. Außerdem gibt es an dieser großen Anzahl Mautabschnitten viele Änderungen wie Baustellen oder Sperrungen. Die OBUs können nicht so häufig aktualisiert werden, wie es nötig wäre. Daher haben wir die Berechnung der Maut in ein zentrales Rechenzentrum verlegt.
          Diese Veränderung im automatischen Mautsystem wird Standard werden und nicht mehr rückgängig gemacht.
          Sollten Sie oder Ihre Fahrer es gar nicht umgehen können, die Maut direkt vor Ort nach jedem Auftrag abrechnen zu müssen, können Sie die gefahrene Mautstrecke im manuellen Verfahren nachstellen. Dafür müssten Sie sich in der Online-Einbuchung anmelden. In einigen Wochen wird es auch eine entsprechende App dafür geben. Wichtig ist nur, dass Sie die Buchung nicht abschließen.
          Ich hoffe, ich konnte Ihnen helfen. Sollten Sie weitere Fragen haben, melden Sie sich gerne bei den Kollegen vom Customer Service: 0800 222 26 28
          Viele Grüße
          Stephanie Kunert

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